Flingern

„Flingern Hell & Dunkel“ – Stadtteilrundgang 2013

Einiges erreicht, doch noch viele Baustellen offen…



Barrierefrei2Am 7. März luden Ratsherr Martin Volkenrath und die Bürgerinitiative Flingern Süd zu einem Stadtteilrundgang durch Flingern ein.
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus Flingern, die auf einen Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen sind, mit Sehbehinderten sowie mit Eltern, Großeltern und Freunden, die ihren Nachwuchs per Kinderwagen durch Flingern bewegen, sollte der Stadtteil nochmals genauer unter die Lupe genommen werden:

Wo sind Barrieren, Stufen und Hindernisse?
Welche Bodenbeläge stören? Wo muss die Verkehrssituation verändert werden? Wo sollten Bänke und Ruhemöglichkeiten eingerichtet werden? Welche Ampeln müssen für Sehbehinderte nachgerüstet werden? Wie kann die Aufenthaltsqualität in Flingern und die Lebenssituation der Betroffenen verbessert werden?

„Bereits in den vergangenen Monaten und Jahren gab es von Seiten der SPD zahlreiche Aktivitäten für ein barrierefreies Flingern. Hieraus sind auch zahlreiche Initiativen in Ratsausschüssen, der Bezirksvertretung und durch Gespräche und Initiativen mit der Fachverwaltung erwachsen“, sagt Martin Volkenrath. „Jetzt gilt es, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen. Wo waren wir erfolgreich, wo sind noch offene Probleme? Unser besonderes Interesse gilt diesmal auch der Frage „Flingern im Dunkeln“. Wo gibt es Angsträume, wo können wir mit Licht Sicherheit und Barrierefreiheit schaffen?“

Hier in aller kürze die wichtigsten Punkte, die bei der Begehung aufgefallen sind:

• Es fehlen öffentlich zugängliche Toiletten

• Auf dem Fahrradstreifen der Gerresheimer Straße ist trotz beidseitiger Radstreifenführung auf der südlichen Straßenseite ein Schild für Fahrrad-Gegenverkehr

• Auf allen neuen barrierefreien Rheinbahnhaltestellen auf der Kettwiger Starße fehlen die Blindenmarkierungen auf den schrägen Zugangssbereichen zur Haltestelle

• Auf dem Bahnübergang gegenüber des Düsselstrandes ist die Schienenspalte so breit, dass ein Rollstuhl dort hängen bleibt

• Auf der Kettwiger Straße fehlen Akustiksignale bei der Straßenübergängen

• Auf der Erkrather Straße 120 hängt ein Zigarettenautomat weit in den Bürgersteig hinein

• Der Fahrradweg auf der südlichen Seite der Erkrather Straße vom Lastring in Richtung Innenstadt wird abrupt auf die Straße geführt. Zudem stehen dort große Kübel, die ein gefährliches Hindernis darstellen können

• Auf der Südseite der Erkrather Straße muss für Querparker eine Abschlusslinie gezogen werden/ab Haus Nr. 141 Richtung Albertstraße

• Auf der Kreuzung Albert-/Erkrather-/Mettmanner Straße ist nicht eine Ampel mit Akustiksignal

• Auf dem Bürgersteig an der Kreuzung Albert-/Erkrather-/Mettmanner Straße westlich der Albertstraße (ehemaliges Büdchen) ist aktuell ein Schandfleck. Hier sollte ein Plätzchen mit Aufenthaltsqualität/Bänken/Blumenkübels errichtet werden

• Der Bürgersteig auf der Nordseite zu Beginn der Mettmanner Straße ist äußerst schadhaft (wackelnde/hochstehende Platten)

• Im ehemaligen Gebäude der Untereren Wasserbehörde auf der Mettmanner Straße scheinen die Ratten Rock and Roll zu tanzen

• Auf den Bänken an der Hubbelrather Straße Ecke Höher Weg sind sämtliche Holzleisten entrissen

• Insgesamt fehlen an vielen Stellen Ruhebänke

• Die Beleuchtungssituation ist an sehr vielen Stellen mehr als unbefriedigend, sie wirken wie dunkele Tunnel. Siehe u.a. Gerresheimer Straße, Langerstraße, Höher Weg, Platanenstraße etc.

• Im Tunnel Wetterstraße sollte ein fahrradstreifen errichtet werden

• Die Haltestelle Birkenstraße/Wetterstraß hat eine gefährliche Kante, die laut Bericht des Bezirks-Polizeibeamten schon zu Unfällen geführt hat. Ähnliche Probleme gibt es an den anderen neugestalteten Haltestellen auf der Birkenstraße.

• Es bleibt zu überlegen, ob an der Wetterstraße bei ausgebauter Beleuchtung ein öffentliches Pissoir eingerichtet wird.



Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich gerne an Martin Volkenrath.