Mobilität und Verkehr

Moderne Verkehrsplanung:

Radschnellwege durch die Innenstadt

„Die Mehrheitsfraktionen im Rat setzen die jahrzehntelang praktizierte einseitig auf das Auto ausgerichtete Verkehrsplanung unbeirrt fort. Radwegebau und Förderung von Bahn und Bus sind nachrangig und werden nur halbherzig betrieben. Diese Politik führt zum Verkehrsinfarkt“, sagt Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses.

Volkenrath plädiert für einen grundlegenden Wandel: „Die Konkurrenz im öffentlichen Verkehrsraum muss mit innovativen Planungsansätzen in ein verträgliches Miteinander umgewandelt werden. Das Fahrrad spielt dabei als modernes, urbanes Verkehrsmittel eine besondere Rolle. Die Verkehrswissenschaft hat längst nachgewiesen, dass die Infrastruktur durch den Radverkehr deutlich weniger als durch den Autoverkehr belastet wird und damit auch geringere Folgekosten verursacht.“

Sowohl die SPD-Ratsfraktion als auch der ADFC haben wiederholt die rückschrittliche Planungskultur in Düsseldorf kritisiert. Das schlechte Abschneiden der Stadt Düsseldorf bei dem mit Bundesmitteln finanzierten Klimatest des ADFC hat dies bestätigt.

Aktuell bewirbt sich die Stadt Düsseldorf mit zwei möglichen Routen zur Einrichtung von Fahrradschnellwegen im Süden und im Norden der Stadt um Fördermittel des Landes.
Allerdings führen die geplanten Fahrradschnellwege nur am südlichen und nördlichen Stadtrand vorbei.

Martin Volkenrath: „Wesentlich ist, dass die Radschnellwege direkt in die City von Düsseldorf führen. Deshalb schlagen wir eine direkte Führung eines Fahrradschnellweges vom Süden über die Friedrichstraße bis zum Jan-Wellem-Platz vor. Hierdurch kann die Neugestaltung der Friedrichstraße auch für eine moderne Verkehrsplanung effektiv genutzt werden.“ Die Weiterführung könnte, so Volkenrath, über die Schadowstraße und die Toulouser Allee Richtung Norden erfolgen.

Ein weiterer Fahrradschnellweg sollte als West-Ost-Verbindung realisiert werden – von der City über Flingern und Gerresheim bis hin nach Erkrath und Hilden. „So können wir perspektivisch die Pendlerströme des Autoverkehrs deutlich reduzieren“, stellt Martin Volkenrath fest und weist er auf weitere planerische Besonderheiten hin: „Im innerstädtischen Bereich können wir nicht mehr benötigte Schienenverbindungen nutzen, um hier Fahrradwege anzulegen. Hierzu werden wir sehr zeitnah entsprechende Anträge im Verkehrsausschuss einbringen.“

Für die weitere Streckenführung bietet sich eine Umwidmung der geplanten L 404 n an, deren Vierspurigkeit unnötig ist und auch aus finanziellen Erwägungen keine Realisierungschance hat. „Es wird Zeit, dass sich etwas ändert, die Fahrradschnellwege in die City sind genau der richtige Ansatz