SPD-Ratsfraktion

Tausendfüßler-Pfeiler als Denkmal erhalten:

SPD stellt Antrag im Rat

„Einen Pfeiler des Tausendfüßlers als Denkmal aufzustellen, ist eine schöne Idee, die eigentlich gar nicht groß diskutiert werden müsste. Es wäre auch eine versöhnliche Geste für die vielen Bürgerinnen und Bürger, die lange gegen den Abriss der Hochstrasse gekämpft haben. Die Idee befände sich sicher schon längst in der Umsetzung, wenn sie vom Oberbürgermeister oder aus den Reihen von CDU und FDP gekommen wäre. Aber so was wie Versöhnung mit Andersdenkenden liegt denen völlig fern. Deshalb lehnen CDU und FDP den Vorschlag der Düsseldorfer Jonges ab und die Verwaltung liefert dreiste Begründungen dazu. Gemeinsam demonstrieren sie wieder einmal ihre Arroganz und Selbstherrlichkeit, mit der sie seit Jahren diese Stadt regieren“, sagt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Aber bitte, wenn die Verwaltung einen Ratschluss haben will, werden wir eben einen entsprechenden Antrag für die Sitzung am 6. Juni stellen.“

Das Ansinnen der FDP-Bürgermeisterin, die Jonges sollten den Träger selbst kaufen und der Stadt schenken, findet Raub nur peinlich. „Es ist den Jonges hoch anzurechnen, dass sie das besprechen wollen, aber eigentlich sollte das doch die Stadt machen. Für ihr Prestigeprojekt Kö-Bogen ist der schwarz-gelben Mehrheit nichts zu teuer. Man denke nur an die 2,2, Mio Euro für den Info-Pavillion. Aber wenn es um 10.000 Euro für dieses Denkmal geht, wird dicht gemacht“, sagt Raub.

Voll daneben gegriffen hat aus Raubs Sicht der Oberbürgermeister mit seinem Vergleich der Abriss-Baustelle mit Ground Zero: „Ein solcher Vergleich verbietet sich schon aus Respekt vor den Opfern der Terroranschläge am 11.9.2001 in New York. Außerdem hätte Herr Elbers vielleicht bedenken sollen, dass er selber der Urheber der Situation in Düsseldorf ist, bevor er so etwas sagt.“