Einmischen!

SPD-Ratsfraktion stimmt Bauminister zu:

Luxus-Ghettoisierung in Düsseldorf ist bedenklich!

Die Warnungen des NRW Bauministers Groschek zur Wohnungsentwicklung in
Düsseldorf treffen den Nagel auf den Kopf: Düsseldorf ist auf dem Weg
der Luxus-Ghettoisierung. Im landesweiten Vergleich schneidet unsere
Stadt bei der Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungen ganz
schlecht ab. Trotz steigender Nachfrage und vorhandenen Landesmitteln
wird hier viel zu wenig für Normalverdienerinnen und Normalverdiener
getan“, sagt Andreas Rimkus, wohnungspolitischer Sprecher der
SPD-Ratsfraktion. „ Die einseitige, vor allem auf den Bau von noch mehr
Luxuswohnungen ausgerichtete Wohnungspolitik macht bereits in der
bundesweiten Presse Schlagzeilen.“

Rimkus verweist dabei auf die Landesmittel, die Düsseldorf jährlich zur
Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungen zur Verfügung stehen.
2010 waren das 15 Millionen Euro. Abgerufen wurden nur knapp 5 Millionen
Euro.

„Dabei machen wir zusammen mit Verbänden, Maklern und
Wohnungsunternehmen seit langem darauf aufmerksam, dass wir vor allem
preiswerte Wohnungen brauchen. Wenn der Oberbürgermeister in einem
aktuellen Interview sagt, dass der Wohnungsbau aber nicht zu Lasten der
Lebensqualität gehen darf, meint er damit wohl vor allem die
Lebensqualität der Besserverdienenden. Sie sollen sich hier wohlfühlen,
während Normalverdienerinnen und Normalverdiener an den Stadtrand oder
in umliegende Städte gedrängt werden. Der Bauminister hat Recht, wenn er
vor einer Luxus-Ghettoisierung warnt. In Düsseldorf ist diese
Entwicklung von CDU und FDP offensichtlich gewollt. Das aber wird
langfristig der Entwicklung unserer Stadt schaden- nicht nur
wirtschaftspolitisch. Nur der gesunde Mix aller sozialen Schichten macht
den Charme einer Stadt wie Düsseldorf aus.“