Einmischen!

Wer soll das bezahlen?

Mietpreise steigen um 32 Prozent

Die aktuelle Analyse des Rings Deutscher Makler bestätigt die Schieflage auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt: Die Mietpreise stiegen in den vergangenen 10 Jahren um 32 Prozent, während sie in Nordrhein-Westfalen insgesamt durchschnittlich nur um sechs Prozent stiegen.

„Das ist eine sehr bedenkliche Bilanz. Ich verstehe nicht, warum die Stadtspitze nicht endlich handelt. In Düsseldorf müssen dringend Maßnahmen zur Schaffung von mehr Wohnungen im mittleren und niedrigen Preissegment ergriffen werden“, erklärt der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Andreas Rimkus. „Die Stadtspitze muss endlich Maßnahmen gegen den enormen Mietpreisanstieg ergreifen. Statt Menschen in Nachbarkommunen zu verdrängen, muss hier gehandelt werden.“

In den vergangenen Jahren hat die SPD immer wieder durch Anträge und Anfragen auf die steigenden Mietkosten und die Wohnraumknappheit hingewiesen und städtische Maßnahmen gefordert. Bisher wurden diese Vorschläge von der Ratsmehrheit aus CDU und FDP unter Hinweis auf den Markt, der das schon regeln wird, abgelehnt.

„Dabei gibt es zahlreiche kommunale Möglichkeiten, um die Schaffung von preiswertem Wohnraum zu fördern“, erklärt Rimkus. „Die Ausschöpfung der Landesfördermittel, die Festsetzung städtebaulicher Verträge beim Verkauf von städtischen Flächen und die Umwandlung von leerstehenden Büroflächen in Wohnraum sind nur einige der vielen Möglichkeiten. Kommunen wie München, Hamburg und Frankfurt haben mit der Nutzung kommunaler Instrumente gute Erfahrungen gemacht und deutliche Erfolge erzielt.“

Wichtig ist für Rimkus vor allem, dass die Maßnahmen schnell ergriffen werden, da es einen starken Zuzug nach Düsseldorf gibt. “Düsseldorf wächst – das ist eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung. Sie beweist, dass Menschen gerne hier leben. Wir dürfen jedoch nicht zulassen, dass Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen aufgrund der hohen Mietkosten verdrängt werden. Daher muss das oberste Ziel der Wohnungspolitik eine ausgewogene Schaffung von Wohnungen in allen Preissegmenten in allen Düsseldorfer Stadtteilen sein“, sagt Rimkus abschließend.