SPD-Ratsfraktion

SPD erörtert Vorschläge der AGD zum Kö-Bogen

Verkehrskonzept vor Oberflächenplanung

Am Donnerstag (31.03.2011) trafen sich Mitglieder der SPD-Ratsfraktion mit dem Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Bürger- und Heimatvereine (AGD), Dr. Edmund Spohr, um die Vorschläge der Aktionsgemeinschaft zur Oberflächengestaltung am Kö-Bogen zu erörtern.

Der Vorschlag der Bürgervereine, anstelle der vom Konzept vorgesehenen Stufenlösung vor den Libeskind-Bauten lieber eine Baumreihe zu pflanzen, um dem Hofgarten eine deutliche Linie zu geben und eine gestalterische Verbindung zur Kö deutlich zu machen, findet die volle Unterstützung der SPD.

Darüber hinaus hat der AGD umfangreiche Vorschläge erarbeitet, die das Ziel haben, eine Straßenbahntrasse durch den Hofgarten entbehrlich zu machen. Beide Seiten sind sich einig, dass von einem Zusammenwachsen der beiden Hofgartenhälften nicht wirklich die Rede sein kann, wenn weiterhin drei Bahnlinien in beide Richtungen dort durchfahren. Allerdings machte Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verlehrsausschusses, auch deutlich, dass aus Sicht der SPD qualitative Verschlechterungen der ÖPNV-Anbindung nicht hinnehmbar seien. Insofern konnte gestern auch noch keine Lösung für dieses Problem gefunden werden. AGD und SPD sind sich einig, dass man dringend ein schlüssiges Verkehrskonzept für den Kö-Bogen braucht, bevor man dort weiter die Oberflächengestaltung plant.

„Die Verwaltung muss hier dringend noch einmal nacharbeiten“, stellte Martin Volkenrath fest. „Auf der einen Seite dürfen die ÖPNV-Anbindungen für die nördlichen Stadtteile nicht schlechter werden. Auf der anderen Seite wachsen die beiden Hofgartenhälften, wie von CDU und FDP versprochen, nicht zusammen, wenn die Straßenbahnen im bisherigen Umfang dort weiterhin verkehren. Dabei ist auch noch nicht deutlich, wie die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern gewährleistet werden kann. Ich freue mich, dass die AGD sich konstruktiv an der Lösung dieser Probleme beteiligt. Die barschen Reaktionen, besonders von der FDP, finde ich dabei nicht hilfreich.“

Die immensen Kosten, die Frage der Denkmalpflege, die Gestaltung der Tunnelrampen und der nichtvorhandene Verkehrswert machen für die SPD weiterhin deutlich: Der Abriss des Tausendfüßlers ist eine falsche Entscheidung.

„Die SPD wird weiterhin mit der AGD im Gespräch bleiben, um sinnvolle Lösungsansätze zu erörtern“, sagt Volkenrath.