SPD-Ratsfraktion

Tunnel sind keine Lösung.

Düsseldorf braucht eine moderne Verkehrspolitik

„Auch wenn die schwarz-gelbe Mehrheit noch so viele Tunnel baut, die Stadt wird nicht autofrei und erstickt irgendwann am Verkehr“, sagt Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses. „Schon heute kommen täglich 230.000 Pendler in die Stadt und verstopfen die Straßen – und weil die Stadt wächst, werden es immer mehr werden.“

Um den drohenden Verkehrsinfarkt und die stärkere Belastung der Innenstadt mit Abgasen, Lärm und Feinstaub zu verhindern, bedarf es einer modernen, stadtgerechten Verkehrspolitik. Ziel muss es sein, den Menschen attraktive Alternativen zum PKW zu bieten. „Busse und Bahnen sind das Rückgrat eines urbanen Verkehrsnetzes“, sagt Volkenrath. „Das Angebot muss attraktiv, zuverlässig und flächendeckend sein. Es sollte weit in die Region reichen, um auch Berufspendler anzusprechen. Bestes Beispiel wäre die U81 mit Rheinquerung bis nach Meerbusch.“

Innerhalb der Stadt muss das Angebot eng getaktet und schnell sein. „Vorrangschaltung an allen Ampeln für Busse und Bahnen ist der richtige Weg. Das muss man nicht erst ausprobieren“, sagt Volkenrath.

Das Bahn- und Busnetz muss mit einem leistungsfähigen und durchgängigen Radwegesystem verknüpft werden. Wir brauchen ein gesamtstädtisches Konzept für den Radverkehr. „Es muss möglich sein, mit dem Rad auf sicheren Radwegen von jedem Stadtteil in die Innenstadt zu kommen. Hier ist noch einiges zu tun. Das Düsseldorfer Radwegenetz ist löchrig und hat noch viele Gefahrenpunkte.“

Zusammen mit den Verkehrsexperten der Verbände und den SPD in den Stadtteilen will die SPD-Ratsfraktion in den nächsten Wochen die Grundlagen für ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept erarbeiten, und dies auch auf die einzelnen Stadtteile herunter brechen. Dort soll dezidiert aufgezeigt werden, wo Verbesserungsbedarf im Radwegenetz und im ÖPNV-Angebot besteht. „Die Bürgerinnen und Bürger werden ausdrücklich um Mitarbeit gebeten. Ihre Anregungen und Vorschläge sind wichtig, um den Bedarf richtig ein zu schätzen. Am Ende soll daraus ein Gesamtkonzept entstehen, das wir in der Öffentlichkeit und im Rat zur Diskussion stellen werden.“