SPD-Ratsfraktion

Vorrangschaltung für Bus und Bahn:

Keine Lippenbekenntnisse sondern Nägel mit Köpfen

„Zürich zeigt, wie erfolgreich eine konsequente Vorrangschaltung für Bahn und Bus ist. Diese können schneller fahren und werden damit attraktiver. Das belegt ihr Anteil von 50 Prozent am gesamten Verkehrsaufkommen in Zürich“, sagt Martin Volkenrath, Vorsitzender der Ordnungs- und Verkehrsausschusses. „Auch in Düsseldorf könnten wir längst soweit sein. Dieses halbherzige Herumexperimentieren von CDU und FDP bringt uns nicht weiter. Wir müssen Nägel mit Köpfen machen. Vorrang für Bus und Bahn und zwar auf allen Strecken. Das fordern wir schon lange.“

Zusammen mit dem Aufsichtsrat der Rheinbahn war Volkenrath am vergangenen Wochenende zu einer Tagung in Zürich. Dort hatten die Teilnehmer auch die Vorzüge des dortigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) kennen gelernt. Durch entsprechende technische Einrichtungen haben Busse und Bahnen eine sogenannte Vorrangschaltung. Das heißt sobald sie sich einer Kreuzung nähern, springen die Ampeln für sie auf grün und sie haben freie Fahrt.

Weil sich CDU du FDP seit Jahren weigern, solch eine Vorrangschaltung in Düsseldorf stadtweit an allen Kreuzungen einzuführen, sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit für Bahnen seit Jahren immer weiter ab. Inzwischen beträgt sie nur noch 17,3 km/h. Tendenz fallend. Der Anteil des ÖPNV in Düsseldorf beträgt daher lediglich 24 % am gesamten Verkehrsaufkommen.

„Diese autofreundliche Politik von CDU und FDP führt nur zu noch mehr Staus und Parkplatznot. Wenn die CDU auch nach den Züricher Erfahrungen immer noch sagt, er wolle alle Verkehrsmittel gleich behandeln, zeigt das, dass er nichts gelernt hat“, sagt Volkenrath. „Wir müssen dem ÖPNV Vorrang einräumen. Kürzere Taktzeiten und schnellere Fahrten bewegen Autofahrer zum Umstieg auf Bahn und Bus. Das reduziert die Zahl der Pkws und damit Lärm und Schadstoffe. So geht heutzutage moderne Verkehrspolitik in einer modernen Stadt. Alles andere führt zum Verkehrsinfarkt. Die SPD wird nach den positiven Erfahrungen von Zürich noch einmal einen entsprechenden Vorstoß im Ordnungs- und Verkehrsausschuss machen.“