Martin Volkenrath

Klage statt Gespräch:

SPD kritisiert Umgang der Stadtspitze mit der Freiraum-Bewegung

„Die Freiraum-Bewegung hat mit ihrer satirische Imitation der städt. Imagekampagne offensichtlich einen Nerv getroffen“, sagt Martin Volkenrath, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Anders kann ich mir die Reaktion des Oberbürgermeisters und des Presseamtes nicht erklären. Zum angestrebten toleranten Image hätte es besser gepasst, das einfach hinzunehmen oder das Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern zu suchen.“

Die SPD hatte gestern im Ältestenrat auch die vom Presseamt angedrohte Klage gegen die Freiraum-Bewegung angesprochen. Die Künstlergruppe hatte die Image-Kampagne der Stadt mit der Internetseite „dein.duesseldorf.de“ durch eine ähnliche Seite persifliert. Das Presseamt hält die Form der Aufmachung und die Internetadresse nach eigener Darstellung für „illegal“. Ein Gesprächsangebot von Seiten der Stadt dazu gab es aber nicht.

„Das ist kein guter Stil“, sagt Volkenrath. „Die Freiheit der Satire hat für uns einen hohen Stellenwert. Eigentlich zeigt diese Persiflage durch die Freiraum-Bewegung doch, dass die Image-Kampagne richtig ist und zur Auseinandersetzung über das Bild unserer Stadt anregt. Bedenken hinsichtlich möglicher Rechtsverletzungen durch die Künstlergruppe hätte man im Gespräch klären können. So schadet die überzogene Reaktion der Stadtspitze vor allem ihrer eigenen Kampagne.“